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Die Geschichte Österreichs von 1900 bis 1938 ist eine komplexe und tragische Periode, die zur Entstehung der SHOA führte. Es ist wichtig, diese Geschichte zu verstehen, um die Ereignisse, die zur Vernichtung von sechs Millionen Juden führten, besser zu begreifen und um sicherzustellen, dass solche Gräueltaten nie wieder geschehen.

Im Jahr 1900 nutzten Lueger und Schönerer Antisemitismus als politische Waffe. Beide waren prominente österreichische Politiker, die den Antisemitismus in der österreichischen Gesellschaft schürten und legitimierten. Sie nutzten den Hass und die Vorurteile gegen Juden, um politische Unterstützung zu gewinnen und ihre eigenen Machtambitionen zu fördern.

Zwanzig Jahre später veröffentlichte Adolf Hitler sein Buch “Mein Kampf”. In diesem Werk legte er seine antisemitischen Ansichten dar und skizzierte seine Vision für ein Deutschland, das frei von Juden ist. Dieses Buch wurde zur ideologischen Grundlage für den Nationalsozialismus und ebnete den Weg für die systematische Vernichtung der Juden.

1938 markiert einen Wendepunkt in der Geschichte Österreichs und der Juden. In diesem Jahr marschierte Nazideutschland in Österreich ein und annektierte das Land. Dieser Akt, bekannt als Anschluss, führte zur vollständigen Kontrolle Österreichs durch das nationalsozialistische Regime.

Im selben Jahr wurden die Nürnberger Rassengesetze eingeführt. Diese Gesetze enthielten eine Reihe von rassistischen und antisemitischen Bestimmungen, die die Rechte der Juden stark einschränkten. Sie wurden als minderwertige Rasse eingestuft und ihrer grundlegenden Menschenrechte beraubt.

Die Einführung dieser Gesetze führte zur massiven Emigration der jüdischen Bürger aus Österreich. Viele flohen vor der zunehmenden Verfolgung und Diskriminierung, in der Hoffnung, in anderen Ländern Sicherheit zu finden.

Im November 1938 fand die Reichskristallnacht statt, eine organisierte Welle von gewalttätigen Angriffen gegen Juden in ganz Deutschland und Österreich. Synagogen wurden niedergebrannt, Geschäfte zerstört und Tausende von Juden wurden verhaftet und in Konzentrationslager geschickt.

All diese Ereignisse führten zur Entstehung der SHOA von Österreich aus. Es war ein systematischer Prozess der Entmenschlichung und Vernichtung, der auf Hass und Vorurteilen basierte. Es ist eine dunkle Periode in unserer Geschichte, an die wir uns erinnern müssen, um sicherzustellen, dass sie sich nie wiederholt. Niemals Wieder!

1938 – Die Forcierte Auswanderung der jüdischen Mitbürger

Österreich 1938. Die ,Forcierte Auswanderung der Juden

Als Adolf Eichmann im März 1938 gegen Wien nach Wien kam war seine Aufgabe, die forcierte Auswanderung der jüdischen Bürger, was nicht weniger hieß, als dass alle Juden ohne Rücksicht auf ihre Absichten und ohne Rücksicht auf ihre Staatsangehörigkeit zur Auswanderung gezwungen werden sollten.

Es handelte sich also um die Austreibung der Juden aus dem Reich, mit der man in Österreich begann. So oft Eichmann sich an die 12 besten Jahre seines Lebens erinnerte hob er hervor, dass dieses Jahr in Wien als Leiter der Zentralstelle für jüdische Auswanderung, dass Österreich seine glücklichste und erfolgreichste Zeit gewesen sei.

Kurz zuvor war er zum Untersturmführer. Das heißt, in den Offiziersrang befördert und für seine umfassende Kenntnis der Organisationsformen und Weltanschauung des Gegners Judentum zitiert worden. Der Auftrag in Wien war die erste wichtige Aufgabe, die ihm übertragen wurde.
Seine Karriere, die so langsam vorangeschritten war, war endlich in Gang gekommen, er muss sich überschlagen haben, um sich zu bewähren und sein Erfolg war “glänzend”.
Innerhalb von 8 Monaten verließen 45000 Juden Österreich während nicht mehr als 19000 in der gleichen Zeit aus Deutschland weggingen, in weniger als 18 Monaten war Österreich von annähernd 150000 Menschen etwas 60% der jüdischen Bevölkerung.

Wenn man die in Österreich recht zahlreichen getauften Juden mit einschließt, gereinigt. Unter Anführungszeichen. Und sie alle hatten das Land legal verlassen. Noch nach Kriegsausbruch konnten einige Sechzigtausend entkommen.