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Thomas Bernhard (1931-1989) war ein österreichischer Schriftsteller, der für seine kritischen und oft kontroversen Werke bekannt ist. Eines seiner bekanntesten Werke ist “Holzfällen”, das 1984 veröffentlicht wurde.

Wesentliche Aussage des Werkes:

“Holzfällen” ist ein Roman, der die österreichische Gesellschaft und insbesondere die Künstler- und Intellektuellenszene scharf kritisiert. Bernhard stellt die Frage nach der Authentizität und Integrität von Kunst und Künstlern. Er hinterfragt die Selbstzufriedenheit und Heuchelei der sogenannten “Kunstwelt” und prangert die Oberflächlichkeit und Falschheit dieser Gesellschaft an.

Beschreibung der Handlung:

Die Handlung des Romans spielt sich während eines Abendessens in einem Wiener Künstlerhaus ab. Der namenlose Erzähler, ein alter Freund des kürzlich verstorbenen “Genie” Joana, sitzt in einem Ohrensessel und beobachtet das Geschehen mit zunehmender Verachtung und Abscheu. Während des Abends entfaltet sich eine Reihe von Monologen, Dialogen und Auseinandersetzungen, die den Erzähler immer tiefer in seine Verachtung für die Anwesenden und ihre Heuchelei treiben.

Wesentliche Protagonisten:

Der namenlose Erzähler ist der Hauptprotagonist des Romans. Er ist ein misanthropischer Künstler, der sich von der Gesellschaft entfremdet hat und ihre Oberflächlichkeit verabscheut. Weitere wichtige Figuren sind die Gastgeberin, Frau Auersberger, ihr Mann und die verschiedenen Gäste des Abendessens, darunter verschiedene Künstler und Intellektuelle.

Zusammenfassung:

“Holzfällen” ist ein scharfer und beißender Kommentar zur österreichischen Gesellschaft und Kunstszene der 1980er Jahre. Durch die Augen des namenlosen Erzählers entlarvt Bernhard die Heuchelei und Selbstzufriedenheit der Künstler- und Intellektuellenszene. Der Roman ist eine tiefe und provokative Reflexion über Kunst, Authentizität und Gesellschaft. Es ist ein Werk, das den Leser herausfordert und zum Nachdenken anregt.

Insgesamt ist “Holzfällen” ein typisches Werk von Thomas Bernhard, das seine charakteristische misanthropische Sicht auf die Welt und seine scharfe Kritik an der Gesellschaft zum Ausdruck bringt. Es ist ein herausforderndes, aber lohnendes Leseerlebnis für alle, die sich für zeitgenössische Literatur interessieren.